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Tippen statt Schocken...
von Rolf Kröger (Wild und Hund 11/2000)
Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlages

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Wichtige IInfos zu Teleimpulsgeräten  
Vor- und Nachteile für Hund und Führer
Zaubern, das wurde im Verlauf der Feldarbeit mit mehreren Jagdhunden unterschiedlicher Ausbildungsstufen klar, kann man nach der Philosophie des "zärtlichem" Funkimpulses nicht. Auch wurde bewußt, daß man nicht "auf gut Glück" drauflos werkeln darf. Vielmehr ist eine Einweisung dringend erforderlich, sonst läuft man Gefahr, daß man das Gegenteil erreicht. Aber folgende Vorteile wurden bei gekonnter Handhabung für die Teilnehmer offensichtlich:

1.) Der Hund kann mit ruhigen, freundlichen Kommandos sauber konditioniert werden (Zitat: "Schluß mit dem Gebrülle und dem Hinterhergerenne!").
2.) Auf die Sekunde genau erlaubt das System eine Verstärkung von Lob oder Tadel. Der "arische Leinenruck" ist beispielsweise schmerzhafter für den Vierläufer als das Kribbeln des Impulses.
3.) Und vor allem: Wenn Signal und Einwirkung simultan erfolgen, sind "Mißverständnisse" so gut wie ausgeschlossen.

Kein Zweifel, das System ersetzt weder "Handarbeit" mit der Leine noch den fachkompetenten Ausbilder mit Fingerspitzengefühl und Hundeverstand. Es zwingt aber praktisch den Führer dazu, weder mimisch, gestisch noch im Tonfall gegenüber dem "Azubi" auszurasten. Diese Ruhe des Führers überträgt sich auf den Hund, wie an mehreren Beispielen frappierend belegt wurde und wirkt sich positiv auf das Zusammenspiel aus.
So wurde zum Beispiel ein fast roher Kurzhaar-Junghund, der hechelnd und unruhig seinen Führer hinter sich her zog, innerhalb weniger Minuten "aufmerksam", stellte sich erstaunlich schnell auf die Umstände ein und ging danach an der Leine bei Fuß, als hätte er es nie anders getan.
Die Arbeit mit dem Jagdhund ist schließlich kein "Dienst", sondern soll auch dem Führer Freude machen. Und wenn der wutentbrannt mit schweißnasser Stirn hinter seinem ungehorsamen Hund herbölkt, wird das ganze stressig und zur Belastung - für beide Seiten. Schon in der Prägephase geht durch zu starken Zwang oft manches in die Hose. Wutausbrüche haben selten das bewirkt, was man beabsichtigte. Die Innotek-Methode verbietet praktisch cholerische Reaktionen des Führers. Jeder Hundeführer, dem schon einmal die Sicherung durchgebrannt ist, weiß was damit gemeint ist.
Der Hund soll Freude an der Arbeit haben, nicht an der Belohnung nach der Arbeit. Das kommt auch in dem guten englische Leitspruch zum Ausdruck: "The dog should have the will to please." Der Hund soll Freude daran haben, dir zu gefallen.


 
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