 |
Vor- und Nachteile
für Hund und Führer
Zaubern, das wurde im Verlauf der Feldarbeit mit mehreren Jagdhunden
unterschiedlicher Ausbildungsstufen klar, kann man nach der Philosophie
des "zärtlichem" Funkimpulses nicht. Auch wurde bewußt, daß man
nicht "auf gut Glück" drauflos werkeln darf. Vielmehr ist eine
Einweisung dringend erforderlich, sonst läuft man Gefahr, daß
man das Gegenteil erreicht. Aber folgende Vorteile wurden bei gekonnter
Handhabung für die Teilnehmer offensichtlich:
1.) Der Hund kann mit ruhigen, freundlichen Kommandos sauber konditioniert
werden (Zitat: "Schluß mit dem Gebrülle und dem Hinterhergerenne!").
2.) Auf die Sekunde genau erlaubt das System eine Verstärkung von
Lob oder Tadel. Der "arische Leinenruck" ist beispielsweise schmerzhafter
für den Vierläufer als das Kribbeln des Impulses.
3.) Und vor allem: Wenn Signal und Einwirkung simultan erfolgen, sind
"Mißverständnisse" so gut wie ausgeschlossen.
Kein Zweifel, das System ersetzt weder "Handarbeit" mit der Leine
noch den fachkompetenten Ausbilder mit Fingerspitzengefühl und
Hundeverstand. Es zwingt aber praktisch den Führer dazu, weder
mimisch, gestisch noch im Tonfall gegenüber dem "Azubi" auszurasten.
Diese Ruhe des Führers überträgt sich auf den Hund, wie
an mehreren Beispielen frappierend belegt wurde und wirkt sich positiv
auf das Zusammenspiel aus.
So wurde zum Beispiel ein fast roher Kurzhaar-Junghund, der hechelnd
und unruhig seinen Führer hinter sich her zog, innerhalb weniger Minuten
"aufmerksam", stellte sich erstaunlich schnell auf die Umstände
ein und ging danach an der Leine bei Fuß, als hätte er es nie
anders getan.
Die Arbeit mit dem Jagdhund ist schließlich kein "Dienst", sondern
soll auch dem Führer Freude machen. Und wenn der wutentbrannt
mit schweißnasser Stirn hinter seinem ungehorsamen Hund herbölkt,
wird das ganze stressig und zur Belastung - für beide Seiten. Schon
in der Prägephase geht durch zu starken Zwang oft manches in
die Hose. Wutausbrüche haben selten das bewirkt, was man beabsichtigte.
Die Innotek-Methode verbietet praktisch cholerische Reaktionen des
Führers. Jeder Hundeführer, dem schon einmal die Sicherung durchgebrannt
ist, weiß was damit gemeint ist.
Der Hund soll Freude an der Arbeit haben, nicht an der Belohnung nach
der Arbeit. Das kommt auch in dem guten englische Leitspruch zum Ausdruck:
"The dog should have the will to please." Der Hund soll Freude daran
haben, dir zu gefallen.
|
|